Installationen

Matrix

Kunstverein Buchholz i.d. Nordheide

Gerade in der Coronazeit setzen wir uns intensiv mit der digitalen Welt auseinander. Onlinemeetings und digitale Führungen in Kunstmuseen gehören auf einmal zu unserem Alltag. Um so mehr entwickelt sich eine Sehnsucht nach dem Analogen. „Matrix“ beschreibt die Symbiose dieser beiden Welten.

Der Baum im Skulpturenpark ist mit einem Raster aus Neontape beklebt. Selbst am Tage wirkt er wie ein digitaler Fremdkörper. Verschwinden dann am Abend die Farben des Parks in der Dunkelheit, erscheint der mit UV-Licht beleuchtete Baum wie ein Computer-generiertes Hologramm.

Target

Wie eine große Zielscheibe leuchtet diese Installation auf einem Giebel in Wolfenbüttel. Bei Tag vom Sonnenlicht erhellt, wird das drei Meter im Durchmesser große Relief nachts mit rotem Licht angestrahlt.

Das rote Licht verstärkt die Wirkung des Schwarz und läßt das Zentrum wie ein Loch erscheinen.

Licht bildet von jeher das Zentrum religiöser Ikonografie. Im alten Ägypten ist es der Sonnengott RA, der mit seiner Barke über den Himmel zieht, in der griechischen Mythologie lenkt der Sonnengott Helios seinen Sonnenwagen über den Himmel und im Christentum wird Jesus im goldenen Strahlenkranz der Sonne abgebildet. Im Eingangsbereich des Löwenportals positioniert, bezieht sich Sol auf diese Darstellungstradition. Die formale Vorlage ist das Marieenportal des Doms. Der Halbkreis des romanischen Bogens bildet in der Verdoppelung die Grundform eines Lichtrondells und wird somit zur sonnenähnlichen Scheibe.

„Sol“, Kaiserdom Königslutter